Am Sonntag, 02.04.2017 ist es wieder soweit. Wir starten in die 8. Auflage des Ebersberger Seelaufs. Nach einem erneuten Teilnehmerrekord in 2016 mit fast 650 Startern freuen wir uns auf eine weitere Herausforderung im Ebersberger Waldsportpark. Wie gewohnt, bieten wir die Runde über 5 Kilometer (auch für Walker) und 10 Kilometer an. Beide Strecken führen entlang des schönen Egglburger Sees. Am Nachmittag gibt es im Rahmen der Kreiswaldlaufmeisterschaften die Möglichkeit für unsere jungen Athleten (U8 bis U16), sich über Strecken von 780m bis 2.000m zu beweisen.

 

Einen ausführlichen Bericht zum 7. Ebersberger Seelauf und alles rund um die LG90 Ebersberg-Grafing finden Sie unter:

 

Ebersberger Seelauf LG90 Ebersberg-Grafing

 

 

Erneut Teilnehmerrekord beim Ebersberger Seelauf 2016

Und nicht nur die Quantität stimmte bei dem Rennen - um auf die vorderen Plätze zu kommen, musste man auch richtig gute Zeiten vorlegen. So siegten im Hauptlauf Johann Hartl in 36:02 Minuten sowie Julia Stern von SX Athletik in 44:03 Minuten. Über die fünf Kilometer lange Waldrunde verteidigte Torben Prohl vom TuS Bad Aibling in 18:46 Minuten seinen Titel. Enorm stark präsentierte sich hier die 18jährige Siegerin der Damen, Marina Rappold von der LG Sempt, die knapp dahinter nach nur 18:51 Minuten die Ziellinie überlief. Überhaupt schlug die Jugend bei den Damen ungemein zu. Lag der Altersdurchschnitt der geehrten ersten acht Frauen doch gerade einmal bei etwas mehr als 15 Jahren. Nach Abschluss der längeren Strecken folgten am Nachmittag noch die Kinderläufe für die Youngsters von fünf bis 15. Für die Älteren ab zehn Jahren zählte der Wettkampf dabei zugleich als Kreismeisterschaft. Das Starterfeld war hier mit 150 Kindern schwächer besetzt, als in den Vorjahren. Dies lag sicherlich an dem für die Waldlaufmeisterschaft späten Termin sowie dem am Nachmittag deutlich schlechteren Wetter. Die Organisatoren zeigten sich insgesamt mehr als glücklich über die Entwicklung ihres Volkslaufes. „Die Tendenz der Meldezahlen zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Strecke ist natürlich ein Traum und in der Abwicklung des Laufes versuchen wir möglichst professionell zu arbeiten, aber dennoch unbedingt das familiäre Flair zu erhalten“, führt Wilhelm Kusian aus, der mit der Eingabe der Läufer in die EDV einen wahren Knochenjob zu erledigen hatte. Etwa 100 Helfer waren bei Seelauf eingesetzt und viele der Läufer lobten die überwiegend jugendlichen Streckenposten, die trotz des widrigen Wetters ohne jede Klage ihren Mann und ihre Frau standen.

 

Am Rande aufgeschnappt

Lügen gestraft wurde der Stadionsprecher, der den Läufern über die zehn Kilometer vor dem Startschuss die Hoffnung auf den Bergblick genommen hatte. „Das wird heute bei dem Wetter leider nichts!“ Kaum hatten die tapferen Athleten die ersten 800 Meter hinter sich gebracht, um den Wald auf der Südseite zu verlassen, war die Aussicht auf das Alpenpanorama da, was sicher dem ein oder anderen noch einen zusätzlichen Motivationsschub verpasste. --- Alicia Krönauer, elfjährige Athletin der LG 90 Ebersberg-Grafing und letztliche Achtplatzierte bei den Frauen über die 5km zum Streckenprofil des Seelaufes: „Wieso heißt Ebersberg eigentlich Ebersberg und nicht Ebersflach?“ --- Meldung eines Läufers über die zehn Kilometer: Servus, 10km, Mustermann, Sepp, Jg. 1953. Habe die Ehre. PS.: „Da ist der Start, dort das Ziel, dazwischen wird gelaufen“ (Zatopek)

 

Sonderpreise beim Seelauf

Auch in der Sparte „Sonderpreise“ war beim Ebersberger Seelauf einiges geboten, und dies gleich mit zweierlei Bedeutung: So durften einzelne Gruppierungen zu einem Sonderpreis starten, andere erhielten ebendiesen bei der Siegerehrung. Abteilungsleiter Kai Cardinal, der kurz vor dem Lauf beruflich nach Australien musste, das Geschehen aber von der Ferne mit steuerte, führt so aus: „Wir wollen möglichst viele Menschen zum Laufen bringen und damit in Ebersberg ein Event verankern, bei dem sich jedermann trifft und zusammen einen guten Tag verlebt.“ Den Schülern der umliegenden Schulen wurde so das Angebot gemacht, für einen deutlich reduzierten Preis ins Rennen zu gehen. Stärkster Landkreisschüler über die zehn Kilometer war hier Lukas Hiltenkamp von der Mittelschule Ebersberg, der die Strecke in 45:31 Minuten durchlief. Über die fünf Kilometer siegten in der inoffiziellen Schulwertung Benedikt Schmidmaier (22:05 Minuten) und Sophia Nolle (25:49) vom Gymnasium Grafing. Stark beeindruckt zeigten sich die Läufer und Zuschauer auch von dem blinden Mittelschüler Thomas Weinhart, der trotz der mit Waldwegen anspruchsvollen Strecke einmal mehr die fünf Kilometer absolvierte. Und auch Asylbewerbergruppen aus Ebersberg und Kirchseeon waren 2016 wieder am Start und kämpften gemeinsam mit den anderen Läufern um ein möglichst gutes Resultat. Einer der Asylbewerber verletzte dabei sich auf der zehn Kilometer langen Strecke und humpelte die zweite Hälfte mehr, als er laufen konnte. Das Angebt der Streckenposten, ihn ins Stadion zu transportieren, nahm er trotzdem nicht an. Bis zum letzten Meter biss er sich durch das Rennen und überlief unter dem Applaus der Zuschauer die Ziellinie. Eisgutscheine als Sonderpreise durften sich dann bei der Siegerehrung drei der insgesamt neun gestarteten Familien abholen. Äußerst eng war die Entscheidung in der Wertung größtes Team, bei der die Handballerinnen des TSV Ebersberg Forst United gerade einmal einen Starter mehr vorzuweisen hatte, als die schon mehrfach siegreiche Brunner GmbH. Lohn waren hier Getränkekisten des Wildbräus Grafing.

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© Kai Cardinal von Widder